Noch bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man sich der daraus entstehenden Verantwortung stets bewußt sein. Eine solche Entscheidung sollte nie aus dem Bauch heraus getroffen werden.
In diesem Abschnitt gehen wir auf die Pflichten des Hundehalters ein. Das beinhaltet nicht nur die Pflichten die nach einer Anschaffung bestehen. Nein, auch vor der Anschaffung sollte sich der Hundehalter über die Konsequenzen bewußt sein und dann seine Entscheidung treffen.
Hast Du genug Zeit für den Hund?
Bedenke, dass der Hund dein zukünftiges Leben komplett beeinflussen wird. Ein Hund beansprucht viel Zeit und hat viele Bedürfnisse. Allein für die tägliche Erziehung des Hundes geht eine Menge Zeit drauf.
Ein Hund sollte stets genug Auslauf erhalten. Eine Wohnung in einer größeren Stadt ist hierbei nicht optimal. Sollte man sich jedoch für das Halten eines Hundes in einer Wohnung entscheiden, so sollte zumindest eine Grünanlage im unmittelbaren Umfeld sein.
Gibt es jemanden, der sich um deinen Hund kümmern kann, wenn du einmal einen dringenden Termin hast oder ohne Hund verreisen willst. Auch diese Frage sollte man sich vor einer Anschaffung stellen.
Ein Hund wird im Durchschnitt etwa 10 Jahre alt. Es gibt auch Hunde die bis zu 15 Jahre alt werden können. Dieser Faktor sollte bei den Vorbetrachtungen ebenfalls Berücksichtigung finden. Eine ungewisse Zukunft in Familie und Beruf kann dazu führen, dass man plötzlich keine Zeit mehr für den Hund hat.
Gesundheitliche Fürsorge
Dein Hund hat ein Recht auf eine gesundheitliche Fürsorge. Regelmäßige Impfungen gehören genau wie ein ausreichender Schutz vor Würmern und Parasiten zum Grundstandard. Man sollte sich auch stets vor Augen halten, dass eine Behandlung des Hundes nach einem schweren Unfall oder einer Infektion eine Menge Geld kosten kann. Es muss gewährleistet sein, dass der Hundehalter in einer solchen Situation für diese Kosten aufkommt.
Nachbarn und Umfeld
Es bekommt nur der Hundehalter Ärger mit dem Nachbarn, der seinen Hund nicht unter Kontrolle hat. Gute Erziehung und Sozialisierung spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Hält man sich an folgende Regeln, "klappt's auch mit dem Nachbarn":
Bist du mit deinem Hund auf der Straße unterwegs solltest du ihn stets anleinen. Es darf einfach nicht vorkommen, dass dein Hund auf andere Passanten bzw Kinder zuläuft, diese anspringt oder gar die Kleidung dreckig macht. Auch wenn dein Hund der friedlichste Hund der Welt ist, sollte man es respektieren wenn andere Menschen mit deinem Hund einfach nichts zu tun haben wollen. Eine stetige Kontrolle über den Hund ist Pflicht!
Hundekot hat nichts auf der Straße verloren! Gerade in diesem Punkt gibt es wohl die häufigsten Reibungspunkte zwischen Nachbarn und Hundhaltern, denn erfahrungsgemäß viele Hundebesitzer scheuen sich davor die Hinterlassenschaften ihres Hundes zu entfernen. Eine Tüte zum Entsorgen des Kotes sollte man immer dabei haben.
Auch das Bellen in der Wohnung oder in der Öffentlichkeit kann zur Belästigung für andere werden. Gegen gelegentliches Beller hat sicher kein Nachbar etwas. Wenn es jedoch zur Regel wird und abnormale Verhaltsweisen zum Ausdruck bringt, sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden.